Bachelor oder Master

Wo liegt der Unterschied im Studienablauf?

Du überlegst, nach deinem Bachelor-Studium einen Master zu machen? Dann aufgepasst: Denn es gibt im Studienverlauf einige kleine, aber feine Unterschiede, die es zu beachten gilt.

Zulassungsvoraussetzungen und Studienzeit

Je nach Hochschule können sich die Zulassungsbedingungen, Dauer und Inhalte eines BA und anschließenden Masterstudiums voneinander unterschieden. Das Bachelorstudium dauert meist sechs bis acht Semester (drei bis vier Jahre) und wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Ein MA kann im Anschluss an das Bachelorstudium oder aber später, beispielsweise nach mehreren Berufsjahren oder berufsbegleitend, absolviert werden. Die Regelstudienzeit eines Masterstudiengangs beträgt mindestens ein Jahr und höchstens zwei Jahre (zwei bis vier Semester) und wird mit der Masterarbeit abgeschlossen.

ECTS und Abschlussarbeit

Sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge bestehen aus aufeinander abgestimmten Modulen. Gemäß dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) muss man im Bachelorstudium zwischen 180 und 240 Punkten erreichen. Die Vorgaben bezüglich des Umfangs und der Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit sind sehr unterschiedlich. In Deutschland ist häufig ein Bearbeitungsumfang von 6–12 ECTS-Punkten vorgesehen. Im Master hingegen musst du 60 bis 120 Punkte sammeln. Der Seitenumfang einer Masterarbeit beträgt dabei 60 bis 80 Seiten, wobei generell 30 ECTS-Punkte, also ca. sechs Monate Bearbeitungszeit, eingeplant werden.

Inhaltliche Unterschiede und Abschluss

Der wesentliche Unterschied: Im Master sind die Lehrpläne sehr viel straffer und der Arbeitsaufwand sehr viel höher als im BA. Der Bachelor gilt zudem bereits als ein berufsqualifizierender Abschluss, hat aber eher den Charakter einer Grundausbildung. Mit dem Master kannst du Kenntnisse aus dem Bachelor vertiefen und neue Wissensgebiete erschließen. Er bereitet dich auf bestimmte Berufsfelder oder eine wissenschaftliche Laufbahn vor, bei der du auch promovieren kannst. Zeitgleich bieten sich mehr Freiheiten, sich nach eigenen Interessen zu richten, bei denen ganz neue Schwerpunkt bearbeitet werden. Übrigens zahlt sich ein Master auch gehaltstechnisch aus: So verdienen Master-Absolventen auf Dauer meist mehr als ihre Kollegen mit einem Bachelor.